Presa de Las Peñitas
Die Talsperre Presa de Las Peñitas riegelt die gleichnamige Schlucht in der Gemeinde Betancuria ab und liegt im geschützten Parque Rural de Betancuria. Die Mauer entstand 1937, ist heute jedoch vollständig verlandet und staut kein dauerhaftes Wasser mehr. Der Zugang erfolgt zu Fuß über den lokalen Wanderweg SL FV 27, der in Vega de Río Palmas beginnt, dem Bachbett zwischen Kanarischen Palmen und Tamarisken folgt und in eine enge Granitschlucht führt.

Der übliche Ausgangspunkt ist die Kirche Nuestra Señora de la Peña in Vega de Río Palmas, wo sich das Auto abstellen lässt. Von dort quert man die Straße FV-30, steigt in das Bett des Barranco de Río Palmas ab und folgt ihm rund 500 Meter bis zu einer mehrbogigen Brücke, an der der markierte Pfad nach rechts abzweigt. Der eigentliche SL FV 27 misst gut 1,5 Kilometer und ist in etwa einer halben Stunde zu schaffen, die gesamte Runde ab dem Dorf liegt bei ungefähr 4 Kilometern und zwei Stunden. Der Untergrund besteht aus Geröll und blankem Fels und bietet kaum Schatten, feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz sind daher sinnvoll.
Die Talsperre entstand 1937, um das Abflusswasser der Schlucht zu speichern, doch das Geschiebe aus einem kaum bewachsenen Einzugsgebiet füllte sie binnen weniger Jahrzehnte, sodass heute nur eine zeitweilige Wasserfläche bleibt. Unterhalb der Mauer führt der Weg am rechten Rand durch die Granitenge zur Ermita de la Virgen de la Peña, auch Ermita del Malpaso genannt, wo die Überlieferung die Erscheinung der Inselpatronin ansiedelt und wohin am dritten Samstag im September gepilgert wird. Rund um die Kapelle treten die ältesten Gesteine Fuerteventuras und des gesamten Archipels zutage, und in den Felswänden finden Greifvögel wie der Schmutzgeier Zuflucht. Das Gebiet ist eine Zone mit eingeschränkter Nutzung des Naturparks, deshalb auf dem markierten Pfad bleiben, keine Steine umschichten und bei Regenwarnung das Bachbett meiden, da die Schlucht plötzlich Wasser führen kann.
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