Caldera de Gayria
Die Caldera de Gayria, auch Gairía geschrieben, ist ein Vulkankegel im Inneren Fuerteventuras, zwischen den Gemeinden Antigua und Tuineje und östlich des Dorfes Tiscamanita. Sie erhebt sich rund 170 Meter über die Ebene und erreicht 461 Meter über dem Meer, mit einem gut erhaltenen Krater, der aus dem gesamten Inselzentrum zu erkennen ist. Der Aufstieg ist kurz, aber mühsam, über lockeres Lapilli und ganz ohne Schatten.

Der Kegel entstand bei explosiven Ausbrüchen, die Lapilli, Schlacken und vulkanische Bomben aufhäuften, und bewahrt bis heute einen scharf gezeichneten Krater. Zusammen mit dem Lavafeld des Malpaís Chico bildet er einen der jüngsten Eruptivkomplexe Fuerteventuras. Das Schutzgebiet umfasst 240,9 Hektar und wurde durch das Gesetz 12/1987 als Naturgebiet von nationalem Interesse ausgewiesen und durch das kanarische Naturschutzgesetz 12/1994 zum Naturdenkmal umgestuft. In der Vegetation dominieren süße und bittere Tabaiba, typisch für die trockenen Zonen der Insel.
Der Guirre, der kanarische Schmutzgeier, nutzt die Caldera als Brutrevier, deshalb sollte man sich leise bewegen und nicht in den Krater absteigen. Im Inneren liegen zudem archäologische Fundstellen mit Keramikresten der altkanarischen Bevölkerung, die nicht berührt oder umgelagert werden dürfen. Der Zustieg beginnt im Umfeld von Tiscamanita, ein ausgebauter Weg fehlt, und der Aufstieg führt über losen Lapilli, der wegrutscht und die geplanten Zeiten verlängert. Der Wind weht beständig und Schatten gibt es nirgends, weshalb die Mittagsstunden im Sommer die schlechteste Wahl sind.
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