Pirámides de Güímar
Sechs Stufenpyramiden inmitten von Gärten und dem Rätsel, das Thor Heyerdahl faszinierte.

Im Tal von Güímar erheben sich sechs rätselhafte Stufenpyramiden aus Vulkanstein dort, wo viele nur landwirtschaftliche Steinhaufen sahen. Der Ethnografische Park Pirámides de Güímar verwandelt dieses Geheimnis in einen faszinierenden Spaziergang durch Archäologie, Gärten und Meeresblick.
Der Rundgang verbindet die Steinterrassen mit einem gepflegten botanischen Garten, dem Museum Casa Chacona, einem Auditorium mit Dokumentarfilm sowie Bereichen wie dem Giftgarten und der Ausstellung über die Besiedlung Polynesiens. Auf dem Gelände steht zudem eine originalgetreue Nachbildung der Ra II, des Schilfboots, mit dem der norwegische Forscher Thor Heyerdahl den Atlantik überquerte, um zu beweisen, dass alte Kulturen zwischen Kontinenten segeln konnten.
Heyerdahl verbrachte hier seine letzten Jahre und war überzeugt, dass diese Bauten kein Zufall waren: Die Pyramiden sind astronomisch ausgerichtet, und von einer ihrer Plattformen lässt sich zur Sommersonnenwende ein doppelter Sonnenuntergang beobachten. Dieses Detail, für den unaufmerksamen Besucher unsichtbar, verändert den Blick auf die Anlage vollkommen.
Der Park ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, ein entspannter Besuch dauert etwa eineinhalb Stunden. Der Standardeintritt kostet 12,50 €, man erkundet alles im eigenen Tempo, und es ist ein perfekter Ausflug aus Natur, Geschichte und einem Rätsel, das bis heute für Gesprächsstoff sorgt.
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