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Ermita de Nuestra Señora de las Angustias

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Kapelle aus dem 18. Jahrhundert in der Altstadt von Icod, bekannt durch den präparierten Kaiman der «Echse von Angustias». DERZEIT GESCHLOSSEN: Fassade und Platz bleiben sichtbar.

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DERZEIT GESCHLOSSEN. Geprüft am 14. September 2026 auf der Denkmalseite der Stadtverwaltung von Icod de los Vinos, die ihre Öffnungszeiten durch diesen Hinweis ersetzt hat, und im Google-Eintrag, der sie als vorübergehend geschlossen führt. Ein Wiedereröffnungsdatum ist nicht veröffentlicht. Das Innere ist nicht zu besichtigen; Fassade und der kleine Platz davor sind von der Straße aus zu sehen.

Die Kapelle entstand im 18. Jahrhundert im ältesten Stadtteil von Icod und gab schliesslich der früheren calle de los Molinos ihren Namen. Gegründet hat sie Hauptmann Marcos de Torres, geboren 1697, der 1742 aus Amerika zurückkehrte und ein Bildnis der Virgen de las Angustias mitbrachte, das er Jahre zuvor in Mexiko in Auftrag gegeben hatte. 1747 bat er um die Erlaubnis, die Kapelle neben seinem Gut zu errichten, damit die Bewohner dieser abgelegenen Gegend nicht bis ins Zentrum laufen mussten.

In Erinnerung bleibt vor allem ein präparierter junger Kaiman, den Marcos de Torres aus der Provinz Tabasco als Beleg für die dortige Tierwelt mitbrachte. Er hing an der Decke, bis er herunterfiel, und wird seither in einer Glasvitrine aufbewahrt. Die Volksüberlieferung machte daraus die «Echse von Angustias»: Ein Hirte fütterte eine Echse täglich mit Milch, und an dem Tag, an dem er es unterliess, ging sie auf ihn los; er wehrte sich mit einer Lanze und liess das Tier als Votivgabe in der Kapelle zurueck.

Die Fassade ist schlicht: eine geradlinig überdeckte Holztür, ein steinernes Wappen mit den verschlungenen Buchstaben M und A, ein von einem Schwert durchbohrtes Herz und eine Königskrone. Der behauene Glockengiebel stammt vom Garachico-Steinmetz Isidoro Gutiérrez, die Glocke aus Puebla de los Ángeles. Im Inneren ein rechteckiges Schiff mit Steinplattenboden, einer Holzdecke im Mudejar-Stil und einer Krypta vor dem Altaraufsatz mit den Grabplatten des Stifters und seiner zweiten Frau.

Der Platz vor der Kapelle, um 1765 fertiggestellt, ist seitdem Schauplatz der Septemberfeste zu Ehren der Jungfrau und der librea de los diablos de las Angustias, bei der ein Teufelspaar zum Klang des Tajaraste durch die Straßen des Viertels tanzt. Die Kapelle wird auch kurz Ermita de las Angustias genannt.

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