Mirador La Llanía
Aussichtspunkt auf der zentralen Hochebene von El Hierro, im Landschaftspark Frontera, mit Blick über die Steilwand des Golfo-Tals. Vom Rand aus begreift man auf einen Blick den gewaltigen Bergsturz, der die halbe Flanke der Insel absacken ließ und das Tal am Fuß der Wand zurückließ. Erreicht wird er über einen Rundweg durch einen nach Süden gerichteten Lorbeer- und Heidewald mit hohen Baumheiden, Farnen und Flechten.

Der Aussichtspunkt La Llanía öffnet sich zur Steilwand von El Golfo, jener Wand, die zurückblieb, als ein gewaltiger Bergsturz die Nordwestflanke von El Hierro ins Meer riss. Das Gebiet ist mehrfach geschützt: Landschaftspark Frontera, Biosphärenreservat, besonderes Schutzgebiet und Vogelschutzgebiet. Der Weg dorthin verläuft im Rundkurs und bietet drei Varianten von etwa vier bis siebeneinhalb Kilometern, je nach gewünschter Länge. Er quert die Straßen HI-1 und HI-40 und fällt streckenweise mit dem Camino de la Virgen, dem GR-131, zusammen.
Fast die gesamte Strecke führt durch einen nach Süden gerichteten Lorbeer- und Heidewald, eine botanische Besonderheit, die sich aus dem über den Kamm quellenden Wolkenmeer erklärt. Neben dem Aussichtspunkt steht eine Baumheide, deren Boden einbetoniert wurde, um das aus dem Nebel abtropfende Wasser in einer Zisterne zu sammeln, ein schönes Zeugnis der Wasserkultur von El Hierro. Ganz in der Nähe liegt die Hoya de Fireba, ein Explosionskrater von 259 Metern Innendurchmesser und 110 Metern Tiefe, der besterhaltene der Insel. Nebel kann die Sicht binnen Minuten schließen, deshalb lohnt der Gang an den Rand, sobald das Tal frei liegt.
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