Mirador de la Montaña de Arucas
Aussichtspunkt auf der Kuppe eines 412 Meter hohen Vulkankegels über Arucas, mit vier Steinbalkonen zu den vier Himmelsrichtungen. Von oben liegt der ganze Norden Gran Canarias offen, von La Isleta bis zur Montaña de Gáldar, mit Bananenplantagen zu Füßen und dem Teide am Horizont, wenn die Luft klar ist. Erreichbar mit dem Auto oder zu Fuß aus dem Ort.

Der Mirador de la Montaña de Arucas liegt auf der Kuppe eines rund 300.000 Jahre alten Schlackenkegels, 412 Meter über dem Meer und unmittelbar über dem Ort Arucas. Der flache Krater wurde in den fünfziger Jahren aufgefüllt, um die heutige Anlage mit ihren vier Steinbalkonen zu den vier Himmelsrichtungen zu errichten. Gemeinsam fassen sie einen großen Teil des Inselnordens: La Isleta und die Hauptstadt im Osten, die Montaña de Gáldar im Westen, das grüne Tuch der Bananenplantagen zu Füßen und die Cumbre als südlicher Horizont. An klaren Tagen taucht jenseits des Meeres der Teide auf. Den Gipfel krönt ein Kreuz aus blauem Stein, gestiftet von örtlichen Steinbruchbetrieben, nachdem der Tropensturm Delta im November 2005 das hölzerne Vorgängerkreuz umgeworfen hatte.
Eine asphaltierte Straße führt bis auf den Gipfel, zu Fuß dauert der Anstieg vom Zentrum von Arucas etwa vierzig Minuten, ein Steigungsstück, das sich zum Sonnenuntergang besonders lohnt. Oben gibt es ein Restaurant und Parkplätze, der Gang zwischen den Balkonen ist eben und bequem. Wind und Calima entscheiden über das Erlebnis: bei klarer Luft reicht das Panorama bis Teneriffa, bei Staubdunst endet es an der Gemeindegrenze. An den Süd- und Südosthängen liegt die vorspanische Siedlung Arehucas, mindestens seit dem 4. Jahrhundert bewohnt, mit natürlichen und künstlichen Höhlen sowie Trockensteinhäusern. Der Aussichtspunkt gehört zum offiziellen Mirador-Netz der Insel und lässt sich leicht mit einem Bummel durch den Ort und seine Steinkirche verbinden.
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