Degollada del Gran Valle a Cofete
Markierter Wanderweg PR FV 55: Er steigt vom Gran Valle zum Pass Degollada de Cofete auf 343 Metern Höhe und führt danach hinunter zum Weiler und zum Strand von Cofete im Naturpark Jandía. 6,7 Kilometer, 303 Höhenmeter, mittlere Schwierigkeit, rund zwei Stunden Gehzeit. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der unbefestigten Piste zwischen Morro Jable und Punta de Jandía in der Gemeinde Pájara.

Der Weg beginnt am Parkplatz an der unbefestigten Piste zwischen Morro Jable und Punta de Jandía, rund 500 Meter hinter dem Friedhof des Ortes, und zieht durch das Gran Valle hinauf, flankiert von mächtigen Bergmassiven wie dem Morro de Mungía und dem Cuchillo del Ciervo. Die Landschaft ist karg. Wer genau hinsieht, entdeckt den Cardón de Jandía (Euphorbia handiensis), eine nur auf Fuerteventura wachsende Art, die als pflanzliches Wahrzeichen der Insel gilt. Bei den Casas de Gran Valle liegen Reste einer altkanarischen Siedlung aus Trockenmauerwerk, nach der Eroberung weitergenutzt: Hier verlief einer der ersten Wege zwischen der Sotavento- und der Barlovento-Küste.
Oben auf der stets sehr windigen Degollada öffnet sich der Ausblick, für den man gekommen ist: auf der einen Seite der gewaltige Bogen von Cofete, Rest eines riesigen Bergsturzes, der vor etwa vierzehn Millionen Jahren die Gipfel dieser Gegend mitriss, auf der anderen das weit geöffnete U des Gran Valle. Beim Abstieg passiert man das Haus, das der deutsche Ingenieur Gustav Winter 1946 errichten ließ, und erreicht schließlich den Strand mit dem kleinen, halb im Sand versunkenen Friedhof. Die Küste ist gefährlich, nach Norden offen, mit starken Strömungen und Passatwinden. Beim Baden ist äußerste Vorsicht geboten. Für den Rückweg stellt man entweder ein zweites Fahrzeug in Cofete ab oder geht den Weg zu Fuß zurück.
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