Die schönsten Strände Teneriffas
i24Esther8. Juli 2026

Die schönsten Strände Teneriffas

Fangen wir mit etwas an, das dir vor deiner Ankunft kaum jemand verrät: Auf Teneriffa ist der "normale" Strand schwarz. Die Insel entstand aus dem Vulkan, und ihr Sand ist größtenteils Lava, die das Meer über Tausende von Jahren zermahlen hat. Deshalb steckt hinter dem berühmten goldenen Postkartensand ein kleiner Trick, aber dazu gleich mehr. Wichtig ist: Hier gibt es für jeden Tag den passenden Strand, für einen Ausflug mit Kindern, für Sport, um ganz allein abzutauchen oder um den Tag mit vulkansandbedeckten Füßen beim Sonnenuntergang ausklingen zu lassen. Wir stellen dir die besten vor und am Ende, wie du deinen wählst.

Goldener Sand: die Postkartenstrände

Der berühmteste ist Playa de las Teresitas in San Andrés, nur wenige Minuten von Santa Cruz entfernt. Und hier kommt der Trick: Sein goldener Sand stammt nicht von hier. Er wurde in den 1970er-Jahren aus der Sahara herbeigeschafft und hinter einem Wellenbrecher geschützt, sodass das Wasser ruhig, flach und fast immer still ist, ideal für Familien und für alle, die sich nicht mit den Wellen herumschlagen wollen. Im Hintergrund erheben sich die Berge von Anaga. Es ist wohl das schönste Bild der Insel. Komm früh: Der Parkplatz füllt sich, und am späten Vormittag ist es schon schwer, einen Platz zu finden.

Im Süden kehren der helle Sand und das ruhige Wasser an den Stränden von Costa Adeje wieder, etwa an der Playa del Duque oder der Playa de las Vistas (Los Cristianos): Blaue Flagge, Rettungsschwimmer, Liegen und alle Annehmlichkeiten, mit an 365 Tagen im Jahr fast garantierter Sonne. Sie sind die bequeme Wahl, wenn du mit kleinen Kindern reist oder einfach einen Tag ohne Komplikationen willst.

Schwarzer Sand: der echte

Wenn du den echten kanarischen Strand suchst, den, der nach Vulkan riecht, fahr in den Norden. Die Playa del Bollullo bei La Orotava ist eine Bucht aus schwarzem Sand, eingebettet zwischen Klippen und Bananenplantagen, zu der man in etwa fünfzehn Minuten hinabsteigt; die Mühe lohnt sich reichlich, und oben gibt es eine kleine Bar zur Stärkung. In Puerto de la Cruz ist die Playa Jardín ein weiteres schwarzes Juwel: von César Manrique gestaltet, verbindet sie Vulkansand mit Gärten und einem geschützten, familiären Ambiente. Und an der Küste von Los Gigantes legt die Playa de las Arenas dunklen Sand zu Füßen mehrere hundert Meter hoher Klippen. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Sand und dem türkisfarbenen Wasser bleibt unvergesslich.

Ein Hinweis vom Einheimischen: Schwarzer Sand wird in der Sonne sehr heiß. Im Sommer retten dir ein Paar Badeschlappen die Füße.

Wilde Strände: zum Verlieren

In Anaga, am Ende einer kurvenreichen Straße, liegt die Playa de Benijo: schwarzer Sand, Felsen, die wie Zähne aus dem Meer ragen, und Sonnenuntergänge, an die man sich jahrelang erinnert. Es gibt keine Strandbars und keine Mietschirme, nur wilde See und Stille. Ganz in der Nähe bietet die Playa de Almáciga dieselbe ungezähmte Atmosphäre. Und für die Abenteuerlustigen ist die Playa de Antequera nur per Boot oder nach einer ordentlichen Wanderung erreichbar: Die Belohnung ist, sie fast für sich allein zu haben. Das sind Orte, an die man mit festem Schuhwerk, Wasser und ohne Eile kommt; solche, die dich bitten, gar nichts zu tun.

Für Liebhaber von Wind und Weite

Im Süden ist die Playa de El Médano lang, naturbelassen und stets von einer Brise umweht: das Windsurf- und Kitesurf-Paradies der Kanaren, mit entspanntem, bohemischem Ambiente. Daneben ist die Playa de La Tejita am Fuße des Montaña Roja einer der längsten und am wenigsten bebauten Strände des Südens, perfekt, wenn du Weite und Natur suchst, ohne auf sichere Sonne zu verzichten. Auch wenn du keinen Sport treibst, ist es herrlich, den bunten Segeln beim Kreuzen über dem Wasser zuzusehen.

Die ruhigen, die die Einheimischen kennen

Es sind nicht nur die berühmten Strände. An der Ostküste, nahe Santa Cruz, sind Buchten wie die Playa de Radazul oder die von Tabaiba das Refugium der Inselbewohner für ein natürliches Becken und ein Bad in aller Ruhe: klein, mit wenig Wellengang und guter lokaler Stimmung. Wenn du den Massen entfliehen willst, fang hier an.

Wie du deinen Strand wählst (und ein paar Tipps)

  • Norden oder Süden. Der Süden ist ganzjährig trockener und sonniger; der Norden grüner und wolkiger, aber mit den spektakulärsten schwarzen Stränden. Wenn der Tag im Norden grau anbricht, wechsle in den Süden: Auf Teneriffa ändert sich das Wetter von einem Tal zum nächsten.

  • Anreise. Mit dem Auto erreichst du alle; zu den wilden (Benijo, Bollullo) praktisch nur mit dem Auto, und die Parkplätze sind begrenzt, also brich früh auf. Zu Las Teresitas oder Las Vistas fährt auch die Guagua (der Bus Teneriffas) von Santa Cruz und aus dem Süden; Linien und Fahrpläne findest du auf der offiziellen Website von TITSA.

  • Ausstattung. Die städtischen Strände (Teresitas, Las Vistas, El Médano) haben Toiletten, Rettungsschwimmer und Strandbars; die wilden nichts: Bring Wasser und Essen mit.

  • Sicherheit. Der kanarische Atlantik ist nicht das Mittelmeer. An offenen Stränden und im Norden können Strömungen und Wellengang stark sein. Achte immer auf die Flaggen und bleib im Zweifel dort, wo es flach ist. Ausführlich erklären wir das in diesem Artikel über Strömungen und Unterströmung.

Auf islas24 findest du jeden dieser Strände mit Lage, Anfahrt und Ausstattung, damit du deinen je nach Tag auswählen kannst. Golden oder schwarz, ruhig oder wild: Auf Teneriffa gibt es fast immer einen Strand weniger als eine halbe Stunde von dort, wo du bist. Du musst nur entscheiden, worauf du Lust hast.

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